Ein Leben in Griechenland

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Moderator007

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Ein Leben in Griechenland

from Moderator007 on 01/06/2020 06:46 PM

Jetzt sind es über 27 Jahre, die ich überwiegend in Griechenland bin. Nicht auf dem Peloponnes oder den Klykladen. Nicht in Athen oder Kreta. Nein, der Norden hat es mir angetan. Das fängt am Pilion an, geht rüber zum Epirus, dann die Zagorochoria, Kastoria, Florina, Vermion, Chalkidiki und die Region Drama mit dem Nestos- und Rodopigebiet. Als ich Anfang der 90ziger Jahre den Entschluß fasste, wurde nicht lange überlegt, sondern gemacht. Natürlich gab es Rückschläge, aber sie wurden überwunden. Lästermäuler und Besserwisser haben mich nie interessiert. Sie kamen und gingen. Ich blieb. Und ein Stein wurde auf den anderen gelegt und verschafften mir den heutigen Status, den ich mir erarbeitet habe. In loser Folge werde ich hier ab heute berichten, wie alles begann und sich entwickelte. Auch, dass ein anderes Forum mich mal "aus Spass" sperrte. 

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Dietmar63

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Re: Ein Leben in Griechenland

from Dietmar63 on 01/11/2020 04:42 PM

Freu mich drauf

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Moderator007

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Re: Ein Leben in Griechenland

from Moderator007 on 01/13/2020 11:12 AM

Den ersten Kontakt mit Griechenland hatte ich 1990, meine jetzige Frau, die damals noch meine Freundin war, erzählte mir Mittags, dass ihr Vater in Thessaloniki im Krankenhaus liegt und operiert werden müsse. Ohne lange zu überlegen, bot ich ihr an, nach Saloniki zu fahren. Abends um 19.00 starteten wir und es ging los, ohne vorher Erkundigungen über Mautstellen, Wetter usw. einzuholen. Zügig ging es zum Wurzenpass, dann auf der anderen Seite abenteuerlich wieder hinunter. Durch Slowenien und Kroatien über den Put. In Erinnerung bleibt mir nur eine Szene, als ich hinter einem Lastwagen hing und nicht überholen konnte. Von hinten kam auf der Überholspur ein Wahnsinniger an, der nicht einscheren konnte. Ich fuhr zum Rand hin und machte ihm Platz, dass er sich neben mich setzen konnte. Von da an hatte ich einen treuen Begleiter, dessen Frau sich später bei mir bedankte. Sie waren Österreicher. Bis auf eine Strafzahlung und einen Beschiss an einer Tanke, erreichten wir Thessaloniki in den Abendstunden des nächsten Tages. Fahrten zum Krankenhaus bestimmten die nächsten Tage. Es war für mich immer schön, durch Saloniki zu fahren, weil nur der vorankommt, der aktiv fährt. Mir gefiel es hier. Als es dem Vater wieder besser ging, fuhren wir einen Tag auf die Chalkidiki zum baden. Nea Moudania, heute ein schmuckes Städtchen war nach meiner Meinung ein schmutziges Etwas. Zudem ging die Strasse zu den Fingern noch direkt am Dorf vorbei. Wir gingen nach Flogita an den Strand. Das gefiel mir wiederum und der Tag hing noch in meiner Erinnerung, als wir schon länger wieder in Deutschland waren. In mir reifte der Entschluss, ein Haus auf der Chalkidiki zu kaufen.

Reply Edited on 01/13/2020 11:12 AM.

Werner01

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Labertasche

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Re: Ein Leben in Griechenland

from Werner01 on 01/13/2020 05:13 PM

Da kommen einige Erinnerungen in mir hoch. 1984 fuhr ich zum ersten mal 
die "Abkürzung" Wurzenpass. Tausende und noch mehr waren zwar heilfroh, das Anfang der 80er ?? Gott sei Dank der Transit durch Ösistan enorm verbessert wurde durch die Tauernautobahn ( vorher gings über Graz und Spielfeld auf der ähnlichen Route der heutigen erst wesentlich später fertiggestellte Phyrnautobahn ), jedoch war am Ende damals der Loiblpass. 
Warum er Pass hieß  weis ich nicht mehr so genau, schließlich ging es am Ende kurz vor Yugostan durch einen längeren pechschwarzen Tunnel. War nie lustig oft Stundenlang in abgasgeschwängerter Luft auf den Grenzübertritt zu warten. Das wäre was gewesen für einen Umwelthilfeverein. Irgendwann also erzählte uns ein Bekannter von der "Abkürzung ", und die nahm ich dann auch. Ok, der Bekannte meinte zwar im Vorfeld schon der Pass sei ein "bisschen" eng, kurvig und steil, aber mit etwas Vertrauen und reichlich PS (ich hatte damals sensationelle 90) kein Problem. Ich solle nur folgendes tun, nämlich die erste 180 Grad Kehre mit größtmöglicher Geschwindigkeit im 2. Gang nehmen, und dann hätte ich genug Schwung um die erste Steigung von 18% zu bewältigen. Als ich dann an diese Stelle kam, bekam ich zugegeben etwas Muffe. Ich hielt kurz vor der Kehre an, stieg aus und besichtigte die Kehre und die anschließende Steigung zu Fuss. Wieder zurück am Auto verliess mich der Mut, ich wollte wenden und dann eben doch wieder diesen elend langen stinkenden Tunnel nehmen. Dann jedoch kam ein orangefarbener Simca, nahm Anlauf, beschleunigte durch die Kehre und kroch dann die Steigung hoch. Naja, was der kann kann ich auch dachte ich, nahm meinen Mut zusammen und tatsächlich kam ich gut rauf. Ganz oben angekommen war ich dann sehr positiv überrascht, der Grenzübertritt dauerte lediglich ein paar Minuten, nur 2 oder 3 waren vor mir. Danach nahmen wir diese Strecke nur noch, jedenfalls so lange bis dann der Karawankentunnel fertig wurde.

LG Werner01©

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Dietmar63

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Re: Ein Leben in Griechenland

from Dietmar63 on 01/15/2020 11:36 AM

Schöne Berichte. Ja der Wurzenpass und der Loiblpass sind mir auch gut bekannt

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Moderator007

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Re: Ein Leben in Griechenland

from Moderator007 on 01/15/2020 11:50 AM

Ja, die Phyrnautobahn. In den 70gern bin ich in Hinterstoder und auf der Wurzeralm Ski gefahren. Dort lernte ich Edi Hengl, den ehemaligen Trainer der  Skimannschaft von Österreich kennen, als ich in seinem Hotel auf der Alm wohnte.Edi ist später tödlich in einer Lawine verunglückt. Er brachte mir das ökonomische Skifahren bei.

Reply Edited on 02/20/2020 08:51 PM.

Moderator007

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Re: Ein Leben in Griechenland

from Moderator007 on 01/21/2020 12:28 PM

In der damaligen Zeit entwickelte ich Corporate Identity Programme für Firmen und nebenbei schulte und trainierte ich Verkaufsmannschaften für Druckmaschinen im Endlosbereich und schrieb Fachbücher. Ich war dauernd in Deutschland unterwegs, von einer Niederlassung zur anderen, fuhr mit dem Außendienstler zu Firmen, hörte mir das Verkaufsgespräch an, um später mit ihm eine Analyse zu machen um Fehler zu beheben. Es war mir klar, dass ich damit nicht glücklich war. Es reifte in mir der Entschluss, mein Leben radikal zu ändern. Deswegen fuhr ich zur Chalkidiki, kaufte mir ein Haus, kurz darauf ein 16.000qm Grundstück um darauf eine Kartbahn zu bauen, da ich Kartfahren als Hobby hatte. Da man in Griechenland in der damaligen Zeit keine Kredite nehmen konnte, weil die Zinsen und die Inflation einen in den Ruin getrieben hätten, wurde bar bezahlt. Ich hatte Geld für die Bahn zu bauen, das Cafe, die Karts und die Werkstatt aber für das Land nur noch die Anzahlung. Deshalb vereinbarte ich mit dem Verkäufer, den Betrag innerhalb von 2 Jahren zu bezahlen. Von den Einnahmen habe ich dann den Betrag bezahlt. Nach 2 Jahren war ich schuldenfrei und die folgenden Jahre habe ich ein wunderbares Leben gehabt. Da die Kartbahn nur am Abend Betrieb hatte, eröffnete ich noch einen Wassersport in einem Hotel,. Wie das mit den Behörden und den Genehmigungen vor sich ging, erzähle ich im nächsten Bericht.

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kretawanderer

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Re: Ein Leben in Griechenland

from kretawanderer on 03/03/2020 04:54 PM

Wer einmal Urlaub in einem Dorf machen möchte, kann mich gerne kontaktieren. Da gibt es eine Wohnung für 3 Personen mit Küche. Kostenpunkt: 36€. Das Dorf liegt in der Region Drama. Ein Mietwagen oder Auto ist aber notwendig. In der Umgebung gibt es viele Möglichkeiten für einen aktiven Urlaub. Kanu, Rafting, Alpines Wandern, Meer mit schönen Stränden, Altertümer, Weingüter, Höhlen, Fahrrad und Motorrad-Touren, urige Tavernen, schicke Cafes und mehr.

Tauchen in Nea Peramos

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Am Nestos-Stausee

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Rafting auf dem Nestos

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Wandern in Alt-Kavala

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Unsere Wandergruppe

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Höhle Aggiti

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Surfen in Iraklitsa

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Motorrad-Tour im Rodopi

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Mandelernte

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Unser Wein

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Cafe in Drama

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In den Bergen ums Dorf

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Storchennest im DorfDSC02678.jpg

Cafe in Kefalari

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Ein Teil unserer Katzen

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Blick in die Ebene von Drama

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Mit dem Fahrrad unterwegs

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Reply Edited on 03/03/2020 05:00 PM.

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